Welche Inhalte braucht eine gute Firmenwebsite?
Eine gute Firmenwebsite beantwortet zuerst die Fragen Ihrer Besucher: Was bieten Sie an, für wen ist es geeignet und wie erreicht man Sie? Diese Checkliste hilft beim Zusammenstellen Ihrer Inhalte.
1. Unternehmen verständlich vorstellen
Notieren Sie den vollständigen Unternehmensnamen und beschreiben Sie in zwei bis fünf Sätzen, was Sie tun. Nennen Sie Ihre Zielgruppe und das tatsächliche Geschäftsgebiet. Statt allgemeiner Aussagen wie „Qualität ist uns wichtig“ hilft eine konkrete Beschreibung Ihrer Arbeitsweise.
Ein Selbstständiger könnte erklären, welche Aufgaben er übernimmt und welche nicht. Ein lokaler Betrieb sollte deutlich machen, wo er tätig ist. Erfinden Sie keine Standorte, Mitgliedschaften oder Auszeichnungen.
2. Die wichtigsten Leistungen auswählen
Listen Sie zunächst die drei bis sechs Leistungen auf, nach denen Ihre Kunden häufig fragen. Erklären Sie jeweils in einem kurzen Absatz, welches Problem gelöst wird und welche Informationen Sie für eine Anfrage benötigen.
Verwenden Sie Begriffe, die Ihre Zielgruppe kennt. Interne Produktnummern und Fachabkürzungen brauchen eine Erklärung. Preise gehören nur auf die Seite, wenn sie tatsächlich öffentlich gezeigt werden sollen und korrekt eingeordnet sind.
3. Kontakt und Erreichbarkeit klären
Stellen Sie eine geschäftliche Telefonnummer und E-Mail-Adresse bereit. Prüfen Sie die Schreibweise, die Zuständigkeit und gegebenenfalls die tatsächlich geltenden Öffnungszeiten. Die geschäftliche Anschrift gehört ebenfalls zu den vorzubereitenden Angaben.
Eine Route lässt sich über einen bewusst angeklickten Link anbieten. Eine automatisch geladene externe Karte ist dafür nicht nötig. Veröffentlichen Sie keine privaten Kontaktangaben von Mitarbeitenden ohne entsprechende Grundlage.
4. Eine klare Hauptaktion wählen
Soll der Besucher anrufen, eine E-Mail schreiben oder eine Anfrage vorbereiten? Wählen Sie für den Einstieg eine eindeutige Hauptaktion und beschriften Sie den Link entsprechend. „Unverbindlich anfragen“ erklärt mehr als „Hier klicken“.
Die Besucher sollten verstehen, was nach dem Klick passiert. Ein Fragebogen darf nicht den Eindruck einer abgeschlossenen Bestellung erwecken, wenn er nur eine Anfrage vorbereitet.
5. Bilder bewusst auswählen
Nutzen Sie eigenes oder ordnungsgemäß lizenziertes Material. Halten Sie Herkunft, Nutzungsrechte und erforderliche Freigaben fest; eine beliebige Bildersuche liefert keine Nutzungserlaubnis. Bei Personenaufnahmen sind die erforderlichen Rechte gesondert zu klären.
Ein Bild sollte das Unternehmen oder die Leistung verständlicher machen. Geben Sie bei Projektbildern an, was tatsächlich dargestellt wird. Fiktive und KI-generierte Darstellungen dürfen nicht als authentische Kundenprojekte ausgegeben werden. Bewahren Sie vorhandene Herkunftsmetadaten auf.
6. Die Unterlagen für die Erstellung bündeln
Bereiten Sie Name und Rechtsform, Ansprechpartner, Geschäftsanschrift, Leistungen, Beschreibung, Kontakt, Öffnungszeiten und Gestaltungswünsche vor. Ergänzen Sie Logo, Bilddateien, Alternativtexte und bestätigte Nutzungsrechte.
Kennzeichnen Sie vertrauliche Angaben eindeutig und liefern Sie nur das benötigte Material. Impressumsangaben und Datenschutzerklärung benötigen eine fachliche Prüfung für den tatsächlichen Betrieb. Sammeln Sie Rückmeldungen zum Entwurf für die gebündelte Korrekturrunde.
7. Wann eine Onepage ausreicht
Eine Onepage eignet sich für ein überschaubares Angebot mit einem klaren Besucherziel. Startbereich, Leistungen, kurze Unternehmensvorstellung und Kontakt lassen sich oft in wenigen Abschnitten zusammenfassen.
Eine lange Seite wird nicht automatisch besser, wenn jeder verfügbare Text hineinkopiert wird. Priorisieren Sie die Informationen, die für eine Anfrage entscheidend sind.
8. Wann Unterseiten sinnvoll werden
Unterschiedliche Zielgruppen, ausführliche Leistungsbeschreibungen oder regelmäßig gepflegte Fachinhalte brauchen häufig mehr Platz. Zusätzliche Seiten können eigenständige Fragen beantworten und direkt verlinkt werden.
Sie sollten jeweils einen eigenen Nutzen haben. Eine Serie fast identischer Ortsseiten schafft noch keinen hilfreichen Inhalt. Umfang und Pflegeaufwand zusätzlicher Seiten werden separat abgestimmt.
9. Was technische Basis-SEO leistet
Ein eindeutiger Seitentitel und eine passende Meta-Description beschreiben den Inhalt. Eine nachvollziehbare Überschriftenstruktur hilft beim Lesen und bei der technischen Einordnung. Verständliche URLs, lokale schnelle Bilder und korrektes HTML ergänzen diese Grundlage.
Technische Basis-SEO ersetzt weder gute Inhalte noch laufende Pflege. Sie garantiert keine Platzierung, Besucherzahl oder Erwähnung in KI-Antworten. Prüfen Sie vor allem, ob Ihre Texte tatsächliche Kundenfragen beantworten.
10. Warum Rechtsdaten separat geprüft werden
Eine technisch vorhandene Impressums- oder Datenschutzseite sagt noch nichts darüber aus, ob die Angaben vollständig und für Ihren Betrieb zutreffend sind. Eingesetzte Dienste, Hosting, Kontaktwege und tatsächliche Datenverarbeitung müssen berücksichtigt werden.
Die technische Vorbereitung ersetzt keine Rechtsberatung. Geben Sie die Website erst frei, wenn Texte, Bilder, Kontaktdaten und die notwendigen Rechtsangaben geprüft sind.
Unverbindlich anfragen